Eine neue Bildserie auf meiner Website: Bonjour Tristesse
Die Bildserie Bonjour Tristesse ist jetzt online. Die Idee kam mir in den letzten Jahren auf meinen Streifzügen durch die Stadt. Hamburg ist eine schöne Stadt, aber immer wieder gibt es Ecken, die einen verwundern. Gerade an Kinderspielplätzen ist mir das aufgefallen. Da fragt man sich irgendwann, ist es Ignoranz, Unvermögen, oder sogar Absicht.
Zum Beispiel der Walter-Möller Park an der Holstenstraße. Dort gibt es neben der Skatebahn ein brachliegendes großes Kinderplanschbecken. Befüllt wird das Becken nur, wenn sich jemand findet, der den ganzen Tag die Aufsicht macht. Das führt dazu, das in den 15 Jahren, die ich hier auf der Ecke wohne, ich das Becken nur ein einziges Mal gefüllt gesehen habe.
Der Platz der Republik ist ein weiteres Beispiel. Ein großer (1,2 Hektar), repräsentativer Park mitten in Altona. Drumherum wohnen ganz sicher viele Familien mit Kindern. Aber ist der Park auch attraktiv für Kinder und Jugendliche? Der einzige Spielplatz, besteht aus einer Schaukel, einer Balancierstange und zwei Parkbänken. Eine Buddelkiste fehlt völlig. Man hat nicht das Gefühl, jemand hat sich Gedanken gemacht, was gefällt Kindern und Jugendlichen, und wie mache ich den Park auch zu einem Ort, wo sie gerne hinkommen.
Die beiden Beispiele sind öffentliche Parks, da ist das Grünflächenamt zuständig. Erfolg für das Amt heißt, mit den Haushaltsmitteln für Pflege und Unterhalt auszukommen. Den Spielplatz und den Park allgemein attraktiver zu machen würde Geld für Investitionen kosten. Und mehr Menschen, die den Park nutzen heißt höhere Kosten unter anderen für Müll, und mehr Geld für den Unterhalt und die Pflege. Das heißt , die Interessen der Anwohner und die des Grünflächenamts sind nicht unbedingt dieselben.
Das dritte Beispiel ist ein Neubaublock an der Behringstraße/Jürgen-Töpfer-Straße.
Der Spielplatz befindet sich auf den Dach der Gewerbeflächen zwischen zwei Gebäuden. Er teilt sich den Platz mit einer großen Lüftungsanlage. Er besteht aus einer Schaukel, einer Buddelkiste und einer Parkbank. Es wirkt so, als ging es eher darum irgendwelche Bauvorschriften zu erfüllen. Nämlich soundso viele Wohnungen erfordern einen Spielplatz.
Und nicht einen attraktiven Ort für Kinder und Jugendliche und deren Eltern zu schaffen.
Weitere Beispiele in der Serie Bonjour Tristesse, ein Käfigbolzplatz auf St.Pauli und ein Bolzplatz in Rothenburgsort-
Die Serie wird fortgesetzt.





